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Anton Schaefer

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Der EURO
die gemeinsame europaeische Waehrung

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Entwicklung (2)

Die Produktion und die Ausgabe der EURO-Banknoten obliegt der EZB . Diese werden im Auftrag der EZB produziert, wobei die EZB jaehrlich den nationalen Zentralbanken im Euroraum die Produktionsmengen zuteilt, so dass jede Stueckelung von einer begrenzten Anzahl von Banknoten-Druckereien produziert wird und jede Zentralbank fuer die Beschaffung nur einer oder weniger Stueckelungen der EURO-Banknoten verantwortlich ist.
Ab 2012 wird ein einheitliches Ausschreibungsverfahren des Eurosystems fuer die Beschaffung von Banknoten angewendet, wofuer die EZB eine Leitlinie erlassen hat.

Die EURO-Banknoten werden auch als strategische Reserve im Eurosystem gehalten. Dadurch soll eine ununterbrochene Versorgung mit Euro-Banknoten sichergestellt werden. Die Reserven dienen zB auch dazu, Unionsmitgliedstaaten, die dem Euroraum beitreten, eine erste Menge von Banknoten zur Verfuegung zustellen, die diese fuer die Umstellung brauchen (zB Slowenien zum 1. Januar 2007).

Fuer die EURO-Muenzen sieht der EG-Vertrag vor, dass die Unionsmitgliedstaaten und nicht die EZB fuer die Produktion und die Ausgabe der Muenzen verantwortlich sind. Die Porduktion erfolgt nicht koordiniert und es bestehen in den einen Unionsmitgliedstaaten Lagerueberschuesse an Muenzen, waehrend andere Muenzen nachpraegen lassen muessen.
Durch die unterschiedlichen nationalen Seiten der Muenzen, ist ein Austausch nur eingeschraenkt moeglich.
Ueber die Verwendung einer »Standardrueckseite« wird bereits diskutiert, da vor allem bei kleinen Auflagen (also fuer die kleinen Unionsmitgliedstaaten) eine Produktion nicht rentabel ist.

Die nationale Seite der EURO-Muenzen wird bis 2008 unveraendert bleiben (Moratorium). Die Unionsmitgliedstaaten der EURO-Zone koennen jedoch unter bestimmten Auflagen hinsichtlich der Menge und Haeufigkeit, zwei Euro-Gedenkmuenzen zur Wuerdigung bestimmter Ereignisse zu praegen.
Solche Gedenkmuenzen sind gewoehnliche Umlaufmuenzen. Sie haben aber eine andere nationale Seite, mit der eines besonderen Ereignisses gedacht wird. Zudem duerfen die Mitgliedstaaten auch Euro-Sammlermuenzen ausgeben, z.B. aus Edelmetall, die jedoch nur in dem ausgebenden Land als gesetzliches Zahlungsmittel gelten.

Nach Ablauf des Moratoriums ueber die nationale Rueckseite der EURO-Muenzen Ende 2008, wird auf Grundlage einer Umfrage ueber die Ansichten und Praeferenzen der Buerger im Laufe des Jahres 2007, welche die Kommission durchfuehren wird, die gemeinsame Seite der fuenf hoeheren Stueckelungen der EURO-Muenzen, auf denen bisher eine Europakarte mit den Laendern der ehemaligen EU-15 eingepraegt war, veraendert.
Als erstes Land wird Slowenien ab dem 1. Januar 2007 Muenzen mit der neuen gemeinsamen Seite in Umlauf bringen.
Die meisten der anderen Laender der EURO-Zone werden bereits im Laufe des Jahres 2007 auf die neue gemeinsame Seite umstellen, waehrend andere spaetestens 2008 folgen sollen.
EURO-Banknoten und die EURO-Muenzen werden von den nationalen Zentralbanken im Euroraum in Umlauf gebracht.

Einkuenfte aus der Ausgabe des Euro-Bargelds gehen an das Eurosystem. Erloese aus der Ausgabe von Muenzen fallen den Mitgliedstaaten zu.

Die EZB ist staendig bestrebt, die Qualitaet, Zuverlaessigkeit und der Nutzerfreundlichkeit des EURO-Geldes zu erhoehen.
Auch die Zahl der Faelschungen von Euro-Banknoten und Euro-Muenzen ist, im Verhaeltnis zu der in Umlauf befindlichen Menge, aeusserst gering.


Bereits kurz nach der Einfuehrung der ersten Serie der Euro-Banknoten leitete die EZB die Vorbereitungen fuer die naechste Serie von Banknoten ein. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Sicherheitsmerkmale staendig auf dem neuesten Stand der Technik sind, damit die Banknoten gegen Faelschungen geschuetzt sind.
Die erste Stueckelung der neuen EURO-Banknotenserie wird Ende dieses Jahrzehnts herausgegeben werden.


Die wesentlichen Vorteile der EURO-Einfuehrung sind den meisten Buergern nicht oder nicht mehr bewusst.
Auch einige mit der Einfuehrung zusammenhaengenden Vorteile werden oft nicht als solche wahrgenommen (zB Abheben von Geld mit einer Bankkarte in einem anderen Land des Euroraums, bei Bezahlung mit einer Bankkarte oder bei Banküberweisungen innerhalb des Euroraums. Bei diesen Transaktionen werden keine zusätzlichen Gebühren mehr berechnet).

Interessanterweise ist in den Unionsmitgliedstaaten, die am 1.5.2004 und am 1.1.2007 beigetreten sind, der Informationsbedarf sogar noch höher.

Eine große Mehrheit der Buerger in den Mitgliedstaaten der EURO-Zone sind auch der Ansicht, dass der Euro zu zusätzlichen Preissteigerungen geführt habe.
Die Statistiken der EZB zeigen jedoch ein anderes Bild, wenn auch nicht uebersehen werden darf, dass es natuerlich einige Branchen gegeben hat, die unverhaeltnismaessig davon profitiert haben und dass zudem das Wirtschaftswachstum und die Reallohnentwicklung, unabhaengig von der EURO-Einfuehrung, zeitweise in einigen Unionsmitgliedstaaten fast stagniert hat.

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum ist seit der Einführung des Euro 1999 niedriger als 2,4 % und liegt damit weit unterhalb der Werte, die vorher festgestellt wurden.



Zurueck (zu Teil 1)


Bitte Hier klicken um zum Thema der Euro und Europas Kleinstaaten weiterlesen.


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Aktualisiert am 26.08.2007
Erstellt: 26.08.2007